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La Digue | Seychellen

La Digue gehört zur Gruppe der Inseln im Umkreis von Praslin. Die Entfernung zwischen der zweitgrößten und der viertgrößten Seychelleninsel beträgt gerade einmal 7 Kilometer, während La Digue von Mahé gut 40 Kilometer entfernt ist. Eine Landebahn für Flugzeuge gibt es nicht, so dass man auf Schiff oder Hubschrauber angewiesen ist. Wer mit der Fähre anreist, landet an der Schiffsanlegestelle bei La Passe an der Westküste der Insel.

Die rund 3.000 Einwohner La Digues sind stolz darauf, dass das Leben auf ihrer kleinen Insel einem noch gemächlicheren Rhythmus folgt als auf den „großen“ Inseln. Man ist immer noch vorwiegend zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Inzwischen trifft man zwar auch immer häufiger Autos (die eine Sondergenehmigung benötigen), und die Ochsenkarren sind lediglich eine Touristenattraktion, aber auch als Besucher spürt man die Gelassenheit deutlich. Fast alle Siedlungen und Unterkünfte liegen in der Westhälfte der knapp zehn Quadrat­kilometer großen Insel, während der Osten „wild“ und weitgehend naturbelassen ist.

La Digue gehört zweifelsohne zu den berühmtesten Inseln der Welt, auch wenn nicht jeder ihren Namen kennt, denn die Granitfelsen an der Anse Source d’Argent (im Südwesten der Insel) bieten ein weltweit einzigartiges Fotomotiv, das immer wieder in der Werbung, in Modezeitschriften und sogar in großen Hollywood-Produktionen auftaucht. Je nach beworbenem Produkt oder Filmhandlung wird der Strand dabei auch gerne einmal in den Pazifik oder in die Karibik „verlegt“, doch in Wirklichkeit gibt es diese von Wind und Wellen rundgeschliffenen riesigen Granitblöcke einzig und allein auf La Digue.

 

Um zur Anse Source d’Argent zu gelangen, passiert man L’Union Estate, wo man Eintritt zahlen muss, aber unter anderem auch eine alte Kopramühle besichtigen kann. Außerdem gibt es hier noch ein paar Landschildkröten zu sehen, eine Kokospalmenplantage, eine Präsidentenvilla aus der Kolonialzeit und einen alten Friedhof, auf dem einige der ersten Siedler begraben sind. Auf diesem Gelände landet auch der Hubschrauber, wenn man auf diese Weise an- oder abreist.

Schöne Strände sind zudem an der Anse Coco und an der Grand’ Anse und der Petit’ Anse zu finden. Diese Strände liegen an der Südostseite der Insel und sind zu Fuß erreichbar, wenn man von der Anse Source d’Argent noch etwas weiter um die Insel läuft. Bei Ebbe kann man teilweise durchs Wasser waten, muss aber darauf achten, dass die Flut eventuell diesen Rückweg abschneidet. Es ist möglich, die Insel zu umwandern. Für eine solche etwa 10 km lange Tour, die nicht ausschließlich über befestigte und gut erkennbare Pfade führt, muss man mindestens vier Stunden veranschlagen.

Im Inselinnern kann man den Inselberg Nid d’Aigle („Adlerhorst“) erklimmen, und sei es nur, um sich aus der Höhe von rund 333 Metern über dem Meeresspiegel einen guten Überblick über die Inselwelt zu verschaffen. La Digue ist auch die Heimat des äußerst seltenen Paradiesfliegenschnäppers, eines kleinen Vogels, der in der Inselmitte sein eigenes Naturschutzgebiet „besitzt“, das seinen kreolischen Namen (vev = Witwe) trägt und wo auch zwei kleine, sehr seltene Sumpfschildkrötenarten anzutreffen sind.

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